Die meisten Survival-Spiele laufen nach demselben Muster: Holz sammeln, Hütte bauen, Hunger und Durst im Griff behalten, größere Hütte bauen. Das kann lange Spaß machen. Irgendwann fragst du dich aber, wofür du das alles eigentlich tust. Genau dann suchst du Survival-Spiele mit Story: Spiele, in denen das Überleben einem Ziel dient und die Geschichte irgendwann ankommt.

Davon gibt es weniger, als man denkt, oft ist die Handlung nur Kulisse. Hier sind 14 Spiele, bei denen das anders ist. Manche erzählen über Funde und Funksprüche, andere mit Figuren und festen Kapiteln, und bei manchen entsteht die Geschichte aus deinen Entscheidungen. Danach habe ich sie sortiert, und danach, ob du allein oder mit Freunden spielst. Zwei davon sind Grenzfälle, und das sage ich auch so. Wenn dir die Geschichte egal ist und du einfach gute Spiele zum Bauen und Überleben suchst, schau in unsere Bestenliste der Survival-Spiele. Stand ist Oktober 2026.

Allein unterwegs: Survival mit Geschichte und echtem Ende

Subnautica

Subnautica ist für mich der Klassiker, wenn es um Survival mit Geschichte geht. Du stürzt mit der Aurora auf einem Ozeanplaneten ab und findest nach und nach die Spuren einer außerirdischen Zivilisation, die an einem Erreger namens Kharaa zugrunde gegangen ist. Erzählt wird fast nur über Funde, Funksprüche und Ruinen, Zwischensequenzen und Dialoge gibt es kaum. Trotzdem hat die Geschichte ein klares Ziel und ein echtes Ende.

Story und Fortschritt hängen hier eng zusammen: Je tiefer du tauchen kannst, desto mehr erfährst du, und die Stimmung pendelt ständig zwischen Staunen und Angst. Dafür musst du für manche Bauteile ordentlich farmen, und das Spiel sagt dir oft nicht, wo es weitergeht. Wer Angst vor tiefem Wasser hat oder klare Questmarker braucht, wird hier nicht glücklich. Mein Tipp für den Einstieg ist der Freedom-Modus ohne Hunger und Durst, dann bleibt mehr Kopf für die Geschichte. Nur allein spielbar, auf PC, Konsolen und inzwischen auch auf dem Handy. Rund 30 Stunden.

Subnautica: Below Zero

Subnautica: Below Zero stellt die Geschichte deutlich weiter nach vorn als Teil 1. Du spielst Robin Ayou, eine Heldin mit eigener Stimme, die herausfinden will, wie ihre Schwester Sam ums Leben kam. Der Konzern Alterra tut den Tod als Fahrlässigkeit ab, Robin glaubt das nicht. Dazu kommt mit Al-An eine außerirdische Figur, die sich aktiv in die Handlung einmischt. Auch hier gibt es ein festes Ende.

Die Geschichte ist präsenter, packt aber nicht so stark wie das stille Geheimnis des Vorgängers. Die Welt ist kleiner, und die Abschnitte an Land fallen ab. Wenn du am ersten Teil genau dieses wortlose Rätselraten mochtest, sieh das hier eher als Nachschlag. Hat dir Teil 1 zu wenig erzählt, liegst du hier richtig. Gleiche Modi, nur allein spielbar. Rund 22 Stunden.

The Long Dark

The Long Dark hat 2026 endlich das bekommen, was der Geschichte lange gefehlt hat: ein Ende. Der Story-Modus Wintermute erschien in Episoden, seit März 2026 ist er mit der fünften Episode abgeschlossen, und wer das Spiel besitzt, bekommt sie ohne Aufpreis dazu. Wer bisher auf das Ende gewartet hat, kann jetzt loslegen.

Im Mittelpunkt stehen Einsamkeit, Stille und eine schöne Spielwelt im Comic-Look. Der Einstieg in Wintermute ist zäh, die letzte Episode dagegen die stärkste und ein runder Abschluss. Das Tempo ist sehr langsam, wer ungeduldig ist oder Action sucht, sollte es lassen. Die Schwierigkeit reicht von sehr ruhig bis sehr hart, dazu gibt es einen Survival-Modus mit endgültigem Tod. Nur allein spielbar, auf PC, PlayStation, Xbox und Switch. Für alle fünf Episoden solltest du 35 bis 40 Stunden einplanen.

Green Hell

Green Hell hat einen eigenen Story-Modus mit über 25 Stunden. Du spielst den Anthropologen Jake Higgins, der im Amazonas nach seiner Frau Mia sucht, einer Linguistin, die Kontakt zum Volk der Yabahuaca aufnehmen wollte. Über Funk bleibst du mit ihr in Verbindung, und die Geschichte nimmt irgendwann eine Wendung, die ich hier nicht verrate. Dazu kommt das kostenlose Prequel Spirits of Amazonia mit noch einmal über 20 Stunden.

Leicht ist das nicht. Du kümmerst dich auch um Parasiten, Wunden und deine Psyche, und auf dem normalen Schwierigkeitsgrad ist das für Einsteiger zu viel. Ich würde mit dem leichten Modus anfangen. Die Geschichte ist ein guter Antrieb, wird aber stellenweise holprig erzählt, und der Kampf ist nicht die Stärke des Spiels. Koop gibt es für bis zu vier Leute, auch das Prequel kannst du zusammen spielen, außer auf der Switch. Das Spiel ist fertig entwickelt, neue Inhalte kommen keine mehr. Rund 25 Stunden.

Pacific Drive

Pacific Drive macht aus Survival einen Roadtrip. Du steckst im Jahr 1998 in der Olympic Exclusion Zone fest, und dein Zuhause ist ein Auto mit Eigenleben. Die Geschichte tragen Figuren, die sich über Funk melden, etwa Oppy, Tobias und Francis, und sie läuft auf ein echtes Ende hinaus.

Das Konzept mit dem Auto als Basis ist frisch, und Figuren und Stimmung tragen weit. Zum Ende hin wiederholen sich die Fahrten in die Zone allerdings, die Wartung am Auto wird zur Fleißarbeit, und in der Mitte zieht die Lernkurve kräftig an. Wenn du Roguelite-Fahrten und Bastel-Grind nicht magst, lass es lieber. Nur allein spielbar, auf PC, PS5 und seit Oktober 2025 auch auf Xbox Series. Rund 25 Stunden.

Wenn deine Entscheidungen die Geschichte sind

This War of Mine

This War of Mine dreht die Perspektive um, die du aus Kriegsspielen kennst. Du spielst keine Soldaten, sondern Zivilisten, die sich in einer belagerten Stadt verstecken, inspiriert von der Belagerung Sarajevos. Jede Figur hat eine Vorgeschichte, und deine Entscheidungen bestimmen, wie es für jede einzelne ausgeht. Hier ist die Geschichte das Spiel.

Spaß im üblichen Sinn macht das nicht, und das will es auch nicht. Es ist bedrückend und hart, und die Entscheidungen gehen dir nach. In Polen steht es seit 2020 sogar auf der Leseliste für Gymnasien. Auf Dauer wird der Ablauf etwas eintönig, und das Tempo ist langsam. Für diese Geschichte würde ich das in Kauf nehmen. Dazu gibt es mehrere Story-Erweiterungen. Wer Bauen und Erkunden als Spaß sucht, ist hier falsch. Nur allein spielbar, auf praktisch allen Plattformen bis hin zum Handy. Rund 15 Stunden.

Frostpunk

Frostpunk ist Aufbau-Survival mit erzählten Szenarien. Du leitest eine Siedlung, die ums Überleben kämpft, und triffst Entscheidungen, die dir andere Aufbauspiele ersparen. Erlaubst du Kinderarbeit? Zwingst du die Leute zum Glauben? Solche Gesetze machen die Geschichte zu deiner eigenen. Neben der Hauptgeschichte A New Home gibt es weitere Szenarien, ein kostenloses Prequel und zwei Story-Erweiterungen.

Erzählt wird keine Figurengeschichte, sondern die einer ganzen Gesellschaft. Jede Wahl hat Gewicht, und das trifft. Dafür ist das Spiel brutal fordernd und oft stressig, als reines Aufbauspiel eher schlicht, und mehr Szenarien hätten nicht geschadet. Einsteigern ohne Frusttoleranz würde ich es nicht empfehlen. Nur allein spielbar, auf PC, Mac, PS4 und Xbox One. Rund 30 Stunden.

Frostpunk 2

Frostpunk 2 spielt 30 Jahre nach dem ersten Teil und erzählt eine politische statt einer persönlichen Geschichte. Als Steward lenkst du Fraktionen und Abstimmungen und im schlimmsten Fall einen Bürgerkrieg. Die Kampagne hat mehrere Ausgänge und einen Epilog.

Das politische System ist das Herzstück und hat viel Tiefe. Dafür gehen die Einzelschicksale aus Teil 1 ein Stück verloren, und Politik und Aufbau wirken manchmal wie zwei getrennte Spiele. Für Neulinge ist es schwer, mein Tipp ist deshalb: erst Teil 1, dann Teil 2. Nur allein spielbar, auf PC, Mac, PS5 und Xbox Series. Rund 35 Stunden. Mehr Spiele dieser Art findest du in der Bestenliste der Strategiespiele.

Tipp: Du weißt noch nicht, ob du lieber allein in die Tiefe willst oder mit Freunden ein Floß baust? Mach das Quiz und bekomm in rund drei Minuten eine Empfehlung.

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Story zum Zusammenpuzzeln, mit Horror

The Forest

In The Forest überlebst du einen Flugzeugabsturz, und dein Sohn Timmy wird entführt. Die Suche führt durch Höhlen voller kannibalischer Mutanten bis in ein geheimes Labor der Firma Sahara Therapeutics, am Ende wartet eines von zwei Enden. Erzählt wird dabei fast nichts, die Geschichte setzt du dir aus der Umgebung und aus Fundstücken zusammen.

Das funktioniert, weil die Story mehr Schichten hat, als es anfangs aussieht, und weil die Gegner sich clever verhalten. Oft ist es allerdings zu dunkel. Wer Splatter und Horror nicht mag, sollte es auslassen, und wer Dialoge erwartet, wird enttäuscht. Allein oder im Koop, online wie im LAN, auf PC und PS4. Rund 20 Stunden.

Sons of the Forest

Sons of the Forest ist der Nachfolger und rückt die Geschichte weiter nach vorn: ein Geheimnis rund um die Insel, mehrere Enden und zwei Begleiter, Virginia und der gehörlose Kelvin, dem du Befehle auf Zetteln gibst. Stark sind Atmosphäre und Crafting, und auch Neue finden gut hinein.

Bei der Story musst du Abstriche machen. Sie ist präsenter, aber halbgar präsentiert, und Geschichte und Survival greifen nicht immer ineinander. Ist dir die Geschichte am wichtigsten, würde ich mit The Forest anfangen. Willst du vor allem Atmosphäre und mit bis zu acht Leuten gemeinsam bauen, nimm den Nachfolger. Den gibt es allerdings nur auf PC. Rund 25 Stunden.

Mit Freunden: Survival-Story im Koop

Die meisten Survival-Spiele mit starker Geschichte spielst du allein, im Koop wird die Auswahl dünn. Neben den beiden Wald-Spielen sind das hier meine Empfehlungen, wenn ihr zusammen auf ein Ende hinarbeiten wollt. Mehr Ideen für den gemeinsamen Abend stehen in Die besten Koop-Spiele für Abende mit Freunden.

Raft

Raft ist eines der wenigen Koop-Survival-Spiele mit einer Story-Kampagne, die du wirklich durchspielen kannst. Du treibst auf einem Floß über das Meer und findest mit einem Funkempfänger Story-Inseln, auf denen Notizen und Sprachaufnahmen die Vorgeschichte erzählen. Das Finale ist ein Kampf gegen den ehemaligen General Olof Wilkstrom, danach spielst du frei weiter. Seit 2022 ist die Geschichte komplett.

Eine tiefe Erzählung ist das nicht, eher ein roter Faden, der dem Bauen ein Ziel gibt. Der Start ist zäh, nach dem Finale gibt es wenig zu tun, und der Hai nervt auf Dauer. Allein wird es spürbar dünner, ich würde es nur mit Freunden spielen. Seit März 2026 gibt es offiziell Crossplay, gespielt wird auf PC, PS5 und Xbox Series. Rund 35 Stunden.

Grounded

Grounded schrumpft dich auf Insektengröße. Vier Teenager wurden vom Konzern Ominent verkleinert, die Geschichte erzählen Aufnahmen von Dr. Tully und die Erinnerungen des Roboters BURG.L, und am Ende entscheidest du dich zwischen zwei Enden. Der Ton lebt von Teenie-Humor, wer eine ernste Geschichte sucht, ist hier falsch.

Die Idee ist stark umgesetzt und sauber poliert. Der Einstieg ist allerdings langsam, viele Systeme werden schlecht erklärt, und allein sind die Kämpfe hart. Mein Tipp deshalb: zu zweit bis zu viert. Für alle mit Spinnenangst gibt es einen Arachnophobie-Modus. Erhältlich auf PC, Xbox, PlayStation und Switch. Der Nachfolger Grounded 2 steckt im Early Access, seine Geschichte ist noch nicht fertig. Für Story-Fans würde ich bei Teil 1 bleiben. Rund 45 Stunden.

Grenzfälle: noch nicht fertig oder eigentlich kein Survival

Subnautica 2

Subnautica 2 ist seit Mai 2026 im Early Access, auf PC und als Game Preview auf Xbox Series. Die Geschichte ist bewusst strukturierter als im ersten Teil. Du stürzt mit einem Kolonieschiff auf dem Ozeanmond Proteus ab, die Kolonisten sollten eigentlich vor Kharaa gerettet werden, und die KI-Begleiterin NoA wirkt verdächtig. Dazu kommen mehr Figuren, eine außerirdische Fraktion und Koop für bis zu vier Leute.

Das Problem: Teile der Karte und das Ende der Geschichte sind noch gesperrt, und der Early Access soll zwei bis drei Jahre dauern. Die Ansätze sind vielversprechend, bisher bekommst du aber eher einen Anfang als eine Geschichte, und manches verrät das Spiel ziemlich früh. Ist dir eine abgeschlossene Geschichte wichtig, würde ich warten. Wer schon jetzt mit Freunden tauchen will, kann einsteigen, zumal der Preis nach dem Early Access steigt. Wie lang die fertige Geschichte wird, steht noch nicht fest.

The Last of Us Part II

The Last of Us Part II Remastered ist kein Survival-Spiel im engeren Sinn, sondern ein Action-Adventure. Du baust keine Basis, knappe Ressourcen und Crafting ziehen sich aber durch das ganze Spiel. Wenn du Survival vor allem wegen der Spannung magst, die knappe Vorräte erzeugen, gehört es deshalb hierher.

Die Geschichte gehört für mich zum Besten, was Spiele erzählen, sie spaltet aber auch. Den Survival-Teil zum Wiederspielen liefert der Roguelike-Modus No Return, sonst bringt das Remaster wenig Neues. Die Gewalt ist sehr hart dargestellt. Nur allein spielbar, auf PS5 und PC. Rund 25 Stunden.

Zwei Spiele mit starker Geschichte habe ich bewusst weggelassen: Death Stranding ist eher ein Action-Adventure ums Ausliefern, Metro Exodus ein linearer Shooter mit knappen Ressourcen. Als Survival-Spiele würde ich beide nicht einordnen. Survival-Horror ist ebenfalls ein eigenes Genre, dafür gibt es unsere Bestenliste der Horrorspiele.

Und wenn du dich nicht entscheiden kannst?

Mein Einstiegstipp: Subnautica, wenn du allein spielst, Raft, wenn Freunde dabei sind, und This War of Mine, wenn du eine Geschichte suchst, die dir nachgeht. Ist dir das alles zu hart, schau dir Breathedge an, eine leicht zugängliche Survival-Komödie im Weltraum mit Geschichte, rund 20 Stunden lang.

Wenn du eher bauen als Geschichten hören willst, findest du in der Bestenliste der Survival-Spiele auch die großen Sandbox-Spiele. Geht es dir vor allem um die Story und Survival ist Nebensache, lies Story-Spiele, die sich wie ein guter Film anfühlen. Und wenn du lieber nach Stimmung auswählst, mach das Quiz.